MADE IN HALLE: Innovative Lasertechnik zur Fertigung von Vogelschutzglas

MADE IN HALLE: Innovative Lasertechnik zur Fertigung von Vogelschutzglas

Mit Dr. Thomas Rainer, Technischer Geschäftsführer der boraident GmbH Halle und

Dr. Klaus-Jürgen Berg, Mitglied der ehemaligen Fachgruppe Experimentelle Physik I (Glasphysik und Festkörpermechanik) am Fachbereich Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 

Donnerstag, 17. November 2016, 18:00 Uhr

Stadtmuseum Halle, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle (Saale)

 

 

Das Stadtmuseum Halle lädt im Rahmen seiner thematischen Reihe „Entdecke Halle! mit Kennern“ am Donnerstag, dem 17. November 2016, um 18.00 Uhr zu einer Veranstaltung mit Dr. Thomas Rainer, Geschäftsführer der boraident GmbH Halle, und Dr. Klaus-Jürgen Berg, Mitglied der ehemaligen Fachgruppe Experimentelle Physik I (Glasphysik und Festkörpermechanik) am Fachbereich Physik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, in die Große Märkerstraße 10 ein.

 

Hintergrund der Veranstaltung ist, dass das Stadtmuseum Halle in seiner stadtgeschichtlichen Dauerausstellung auch neue Erzeugnisse, Dienstleistungen oder Verfahren vorstellt, die mit dem jährlichen IQ-Innovationspreis Halle ausgezeichnet wurden. Bis Ende 2016 ist das noch die Laserstrukturierungsanlage laserbird zur Herstellung von Vogelschutzglas der Firma boraident GmbH Halle (Saale).

 

Die Grundlage für die Entwicklung dieser innovativen Lasertechnik bildeten das Physikstudium und die anschließende Arbeit an der Dissertation von Dr. Thomas Rainer, Technischer Geschäftsführer von boraident, an der halleschen Universität. Mit seinem Mentor Dr. Klaus-Jürgen Berg arbeitete Dr. Rainer über längere Zeit daran, Strukturen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, in Glasoberflächen einzubringen. Diese Strukturen, die auf extrem dünnen Silberschichten basieren, wirken in dem für Menschen unsichtbaren, für Vögel aber sichtbaren UV-Bereich.

 

Dr. Rainer und Dr. Berg werden in der Veranstaltung nicht nur über ihre wegweisende Arbeit sprechen, sondern auch darauf eingehen, wie sich die hallesche Forschung zu Metallischen Nano-Partikeln im Glas entwickelt hat. Dabei ist bemerkenswert, dass diese Forschung über den gesellschaftlichen Umbruch 1989/90 kontinuierlich fortgesetzt wurde und dass die Synergien von Wissenschaft und wissensbasierter Wirtschaft – die die Stadt Halle (Saale) seit dem damit einhergehenden Strukturwandel programmatisch fördert – auch zu DDR-Zeiten wichtige technologische Entwicklungen angestoßen haben.

 

 

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Im Preis inbegriffen ist der Besuch der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte von Halle.


Publiziert am 11.11.2016