084+B=5F=5FTIMO_XI__Martin_Luther_University_&_Clinic=  Halle Barbara Seliger  ©Michael Hoetzel DGPh ©

Internationale Experten aus den Forschungs-und Anwendungsgebieten Tumor-immunologie und Onkologie treffen sich zum zwölften „TIMO“-Kongress in Halle

„Die Immuntherapie ist derzeit eines der wichtigsten Themen in der medizinischen Forschung“, sagt Prof. Dr. Barbara Seliger, Direktorin des Instituts für Immunologie an der Medizinischen Fakultät und des FOCIS Centers of Excellence in Halle,  die zu den weltweit führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Tumorimmunologie zählt. Und dass auch ihre Forschungsarbeit in Halle internationale Anerkennung genießt zeigt sich in der hochkarätig und international besetzten Veranstaltung „Tumor Immunology Meets Oncology (TIMO)“, die vom 28. bis 30. April 2016 mittlerweile zum zwölften Mal in Halle stattfindet. „TIMO zählt inzwischen zu den Top-3-Tumorimmunologie-Veranstaltungen in Deutschland und ist somit sowohl bei Grundlagenforschern als auch bei Klinikern sehr anerkannt. Zudem findet auch der Meeting Report, der im Nachgang dieser Veranstaltung in einer internationalen Zeitschrift erscheint, viel Anklang“, macht Prof. Seliger deutlich. Veranstaltungsort ist der Alte Hörsaal der Gynäkologie in der Magdeburger Straße 24 in Halle.

Der TIMO-Kongress umfasst zwei Veranstaltungen, die sich bewusst konzeptionell unterscheiden. Den Auftakt bildet am 28. April ein Workshop zum Thema „Tumor immunology“, der zum einen vor allem Nachwuchswissenschaftlern und Jungforschern eine Plattform bietet, ihre eigenen Forschungsthemen in Kurzvorträgen zu präsentieren und zum anderen auch neue innovative Technologien vorstellt. Das TIMO- Hauptprogramm hingegen, welches am 29. und 30. April stattfindet, wird dann von international anerkannten Experten bestritten und ist in insgesamt sechs Abschnitte untergliedert, in denen jeweils ausgewiesenen Experten zu bestimmten Aspekten den Stand ihrer Forschung sowie ihre neuesten Erkenntnisse erläutern.

21 Redner werden dieses Jahr für den Hauptteil erwartet, die aus elf verschiedenen Ländern anreisen, darunter Norwegen, Israel, Italien, Großbritannien, aber auch aus dem Emirat Katar und den USA. Hinzukommen die Referenten des Workshops. Hier ist erstmals ein Vertreter aus Äthiopien zu Gast, der über seine Brustkrebsforschung spricht. Zudem sind zum dritten Mal zwei Doktoranden aus Padua, Italien, dabei.

„Es sind sowohl Wissenschaftler/Kliniker aus dem Bereich der Grundlagenforschung als auch dem Gebiet der translationalen und klinischen Forschung vertreten, so dass ein umfassender internationaler Überblick über den Stand der Wissenschaft im Bereich Tumorimmunologie und Immuntherapie gewährleistet ist“, sagt Prof. Seliger.

Themen sind unter anderem die Identifikation prognostischer und prädikativer Biomarker bei Brustkrebs oder Prostatakrebs, die Behandlung von Tumoren mittels Bakterien oder auch eine universelle Krebsimpfung als Alternative zu personalisierten Impfstrategien. Die Experten werden des Weiteren innovative Strategien zur Identifizierung von neuen therapeutischen Zielstrukturen und zur prognostischen Relevanz von immun-modulierenden Molekülen beziehungsweise von Immuninfiltrationen zeigen. Aber auch Erkenntnisse zur Überwindung der Immununterdrückung im Tumormikromilieu werden präsentiert. Frau Prof. Seliger selbst wird zum Thema „Die Rolle des Stoffwechsels in der Immunüberwachung und über die Strategien von Tumoren dieser Überwachung zu entkommen“ sprechen.

Der internationale Austausch sei immens wichtig. „Auf dem Gebiet der Tumorimmunologie/Immuntherapie passiert derzeit sehr viel, es ist wichtig, dass wir da auf dem aktuellsten Stand bleiben“, sagt Prof. Seliger. „Bei Hautkrebs sowie bei anderen soliden Tumoren werden immuntherapeutische Behandlungsformen bereits erfolgreich angewandt“, so Prof. Seliger. Um jedoch die Therapieoptionen weiter zu verbessern, sind sowohl der Austausch über Erfahrungen in der Anwendung als auch über neue Therapiekonzepte, die im Rahmen des TIMO-Meetings diskutiert werden, essentiell.

Weitere Informationen und das Konferenzprogramm: http://www.medizin.uni-halle.de/index.php?id=2882&L=1%27%2520and.%22%22&tx_ttnews[tt_news]=5537&cHash=6cf6590141fda7c0cfc81e3152881cf7


Publiziert am 26.4.2016