FarmAgriPoliS – Einmal Landwirt sein

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) haben im Rahmen
ihrer Forschungen zur strategischen Führung landwirtschaftlicher Unternehmen ein Planspiel entwickelt. Bei FarmAgriPolis darf sich jeder
ausprobieren, der schon immer mal einen landwirtschaftlichen Betrieb leiten wollte. Das Spiel steht unter www.farmagripolis.de zum Download zur Verfügung.

Wie  entwickelt sich die Landwirtschaft einer Region? Welche Entscheidungen müssen von den Unternehmensleitungen getroffen werden, um im Wettbewerb mit anderen mitzuhalten? Welche Managementfähigkeiten brauchen
erfolgreiche Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter? Mit Hilfe des am IAMO entwickelten Unternehmensplanspiels FarmAgriPoliS lassen sich diese und weitere Fragen untersuchen und erfahren. Spielerinnen und Spieler
übernehmen dabei einen landwirtschaftlichen Betrieb. Im Rahmen eines räumlich-dynamischen Agrarstrukturmodells einer Region müssen strategische Entscheidungen über Investitionen und Pachtverträge
getroffen werden, um das Unternehmen erfolgreich zu führen. Dabei sind regionale Produktionsbedingungen, Preis- und Politikunsicherheiten, die eigene Kostenstruktur sowie das Verhalten konkurrierender Unternehmen zu
berücksichtigen. Es kann für jedes Spiel neu zwischen unterschiedlichen Betrieben und Rahmenbedingungen gewählt werden. Agrarökonomin Franziska Appel, die das Spiel entwickelt hat, erläutert: “FarmAgriPolis bietet sowohl
Landwirten und Studierenden der Agrarwissenschaften, als auch all jenen,  die sich für Landwirtschaft interessieren, die Möglichkeit, verschiedene Szenarien der Unternehmensführung auszuprobieren. Neben dem
Spielspaß wollen wir damit jenseits einer romantisierenden Idylle einen Eindruck davon vermitteln, was es heute heißt, Landwirtschaft zu betreiben.”

Weitere Informationen und das Unternehmensplanspiel zum Download gibt es unter www.farmagripolis.de.
Gefördert wurde die Entwicklung der Software und die Aufbereitung für
die öffentliche Nutzung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
und die Edmund Rehwinkel-Stiftung.


Publiziert am 30.1.2016