„Scidea 2013“: Die Gewinner stehen fest

The Winner is … Ach, wenn’s nur so einfach wäre. Die Jury hatte es nicht leicht, sie vergab gleich sechs Preise zum diesjährigen und mittlerweile fünften Ideenwettbewerb „Scidea“. Unter dem Motto „Wir glauben an Ideen. Zeigt sie uns!“, hatte der Univations Gründerservices der Martin-Luther-Universität (MLU) abermals Wissenschaftler, Studierende und Absolventen aus allen Hochschulen Sachsen-Anhalts aufgerufen, ihre Ideen für innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen in Form eines Ideenpapiers auszuarbeiten und einzureichen. 28 Papiere waren es zum Schluss, die in einem intensiven Bewertungsprozess auf die zehn besten Teilnehmer limitiert wurden.

Der erste Preis für innovative Dienstleistungen ging dabei an das Projekt „Hands2Help“. Vor dem Hintergrund der Jahrhundertflut 2013 entwickelten Marlen Hofmann, Hans Julius Betke und Prof. Dr. Stefan Sackmann die Idee für eine App zur Koordination von Helfern. Den zweiten Preis erhielten Sebastian Schröder, Sebastian Friedrich und Marko Jacob (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg). In der Kategorie Innovative Produkte/Verfahren machte das Team von DiTAG aus der Hochschule Magdeburg-Stendal das Rennen. Robin Krause, Marcel Haase und Benjamin Hatscher konnten mit ihrer Idee für ein Brettspielinterface, das die Brücke zwischen digitaler und analoger Spielewelt schlägt, punkten. Platz zwei ging an Anne Sommer (Kunsthochschule Burg Giebichenstein).

Einen Sonderpreis für die beste forschungsbasierte Idee durfte Dr. Filipe Natalio vom Institut für Chemie der MLU mit nach Hause nehmen. Der Publikumspreis ging an das Team von Crowdsell, hinter dem die MLU-Studierenden Giovanni Bruno, Rico Harning, Nils Fischer und Franziska Prill stehen.

Marco Tullner, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Sachsen-Anhalt, bekräftigte, dass das Spektrum der Arbeiten die Vielfalt der Forschung und Lehre des Landes widerspiegle. „Wirtschaft und Wissenschaft voranzubringen, ist unser programmatischer Auftrag. Diesen erfüllen wir heute, ja wir leben ihn an diesem Abend“, hob Tullner zur Preisverleihung im Technischen Halloren- und Salinemuseum in Halle hervor. Prof. Birgit Dräger, Prorektorin der Uni Halle, unterstrich indes vor den rund 100 Gästen die Bedeutung von Univations. Seit 2004 leiste der Gründerservice die Transferarbeit, um Forschungsergebnisse in die Praxis zu überführen. „Univations ist der Gründungsmotor der MLU“.

Maßgeblichen Einfluss auf die Bewertung der Ideenpapiere hatte eine fünfköpfige Fachjury, zu der auch Reinhard Schröter, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer IHK Halle-Dessau, gehörte. „Ich war äußerst positiv überrascht von der Vielfalt der Arbeiten. Ideen, die später Innovationen hervorbringen, sind die Grundlage für jeglichen wirtschaftlichen Erfolg im Land. Und über solch einen Wettbewerb bekommen potenzielle Gründer die einmalige Chance, sich durch Experten bewerten zu lassen. Das Engagement der IHK Halle-Dessau kommt dabei nicht von ungefähr. Das ist der Nachwuchs! Entweder als klassischer Gründer und Unternehmer – was wir natürlich am liebsten sehen – oder als innovative Köpfe in Unternehmen, die diese mit neuen Produkten und Technologien voranbringen“, sagt Schröter.

Weitere Informationen unter http://www.scidea.de/


Publiziert am 9.10.2013