Vertrag mit Maßnahme-Plan: Stadt und Uni werden enger zusammenarbeiten

Seit vielen Jahren kooperieren die Martin-Luther-Universität (MLU) und die Stadt Halle (Saale). Nun wird diese Zusammenarbeit mit einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung intensiviert. Halles Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Uni-Rektor Prof. Dr. Udo Sträter unterzeichneten den Vertrag pünktlich zum Wintersemesterstart, der nun eine regelmäßige und intensive Zusammenarbeit der beiden Partner festschreibt.

„Es gab ja viele Diskussionen über so einen Vertrag, und ich halte ihn für außergewöhnlich“, unterstrich der Oberbürgermeister. Warum? „Weil es erstmals einen Maßnahme-Plan gibt und nicht nur die bekannten Absichtserklärungen. Mit der Vereinbarung wollen wir das Wissen der Universität mittels konkreter Projekte stärker in der Stadt verankern und für die Universität beste Rahmenbedingungen schaffen“, sagte Bernd Wiegand.

„Die Geschichte der Universität und der Stadt sind bereits seit vielen Jahrhunderten vielfach verknüpft. Beide sind ohne einander nicht zu denken. Eine stärkere Kooperation ist folgerichtig“, konstatierte Uni-Rektor Prof. Dr. Udo Sträter. Rund 20.000 Studierende, 2.500 Mitarbeiter an der Universität und noch einmal 3.000 am Uni-Klinikum seien ein wesentlicher Faktor für die Stadtentwicklung. Genauso wie die Stadt selbst, nicht nur die Universität allein, den Rahmen biete, junge und gut ausgebildete Menschen hierher zu holen.

Die nun unterzeichnete Kooperationsvereinbarung legt eine regelmäßige und intensive Zusammenarbeit der beiden Partner fest. Schwerpunkte sind der Technologie- und Wissenstransfer sowie die Schaffung idealer Rahmenbedingungen für Studierende und Wissenschaftler, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen.

Der ab Oktober geltende erste Plan mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2014 ist zunächst durch konzeptionelle Arbeiten geprägt. Darin ist unter anderem vereinbart, dass sich die Partner stärker in den Gremienarbeiten vernetzen. Der Oberbürgermeister und der Rektor werden sich weiterhin jährlich zweimal treffen, Vertreter der Universität sollen zudem regelmäßig an den Beigeordneten-Konferenzen teilnehmen, Sitzungen des Ausschusses für Wissenschafts- und Wirtschaftsförderung finden turnusmäßig auch an der Universität statt. Auch Aspekte der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sollen besser abgestimmt werden, um die regionale wie überregionale Profilierung von Stadt und Universität im Wettbewerb um Studenten, Wissenschaftlern, wissensbasierte Unternehmensansiedlungen und Neugründungen zu befördern.

Zugleich wolle man sich bei gemeinsamen Veranstaltungen enger vernetzen, etwa wie bei der Langen Nacht der Wissenschaften. Universität und Stadt werden zudem mit dem halleschen Transfertag „TransHAL“ einen weiteren gemeinsamen Termin im Kalender setzen: „Im Mittelpunkt der Konferenz steht der Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Ziel ist es, konkrete Kooperationen zu fördern“, sagte Oberbürgermeister Wiegand.

Es präsentieren sich an diesem Tag sowohl Forscher aus der Universität sowie Unternehmen der Region mit ihren jeweiligen Angeboten, Themen und Bedürfnissen. Partner der Veranstaltung ist zudem der Landkreis Saalekreis. Dieser erste hallesche Transfertag „TransHAL“ findet am Dienstag, 29. Oktober, 9 Uhr bis 16 Uhr, im Stadthaus in Halle statt.

weitere Informationen: www.wissenschaft-in-halle.de/transhal


Publiziert am 3.10.2013