Werkleitz-Jubiläumsfestival „Utopien vermeiden“

Die Werkleitz Gesellschaft feiert ihr 20‐jähriges Bestehen mit dem einem Jubiläumsfestival zum Thema „Utopien vermeiden“, das vom 12. bis zum 27. Oktober in Halle stattfinden wird.
Der zentrale Veranstaltungsort des Festivals ist das Lager des ehemaligen Centrum-Warenhauses am Holzplatz. In der rund 2.000 Quadratmeter großen Halle werden die eigens für „Utopien vermeiden“ entstandenen Arbeiten gezeigt; im eingebauten Festivalkino und in der Konzerthalle neben dem Foyer werden Film- und Performanceprogramme präsentiert.
Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle beteiligt sich am Werkleitz-Jubiläumsfestival mit zwei Projekten:

„90 Sekunden aus dem Bau der Chinesischen Mauer“ Die Studienrichtung Zeitbasierte Künste, unter der Leitung von Prof. Michaela Schweiger, beteiligt sich am Festival mit dem Projekt „90 Sekunden aus dem Bau der Chinesischen Mauer“. Die Arbeiten der jungen Künstler – Franka Beck und Konstantin Pape, Tim Kurth und Max Méndez, Minkyung Lee, Marion Meyer und Kayoko Tomita, Arne Mross, Susa Pankrath, Caro Sell, Eva Storms und Paul Striegel – kreisen auf je eigene Weise um das Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft.

Die Studierenden inszenieren Gruppen und Chöre, entwickeln Solos und arbeiten als Team oder Einzelgänger. Es sind flüchtige, kleine Projekte, die unangekündigt an bestimmten Orten und in bestimmten Situationen präsentiert werden und damit die Veranstaltungen des Festivals „Utopien vermeiden“ begleiten. Die Bilder sind – wie alle Bilder und Utopien von Gemeinschaften – von Menschen gemacht und erfahren ihren Aufbau und ihre Auflösung: Zeit für 90 Sekunden Poesie, 90 Sekunden Politik, 90 Sekunden Reflexion, 90 Sekunden Schönheit, 90 Sekunden Subversion – 90 Sekunden Ruhm.

Utopien vermeiden? Ein Ausstellungsprojekt zu Utopien, Szenarien und Modellen
Im Rahmen des Festivals werden die Ergebnisse eines Workshops präsentiert, den Maike Fraas und Malte Roloff vom Team „Burg gestaltet! Qualitätspakt Lehre“ in der Zeit vom 4. bis 11. Oktober für Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der Mimar Sinan Fine Arts University, Istanbul, durchführen werden. Das Projekt basiert auf Arbeitsprozessen aus dem Sommersemester 2013. „Utopien vermeiden? Ein Ausstellungsprojekt zu Utopien, Szenarien und Modellen” entstand in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. T. Melih Görgün (Kurator, Grafikdesigner), Bahar Aksel (Kreativwirtschaft, Stadtplanung), Sinan Niyazioglu (Design-Theorie), Umut Südüak (Grafikdesign) und Prof. Dr. Nike Bätzner (Kunstgeschichte).

Angelehnt an das Thema des Werkleitz-Jubiläumsfestivals fragen die Studenten nach der Aktualität von Utopien und suchen ihre Antworten ins Bild zu setzen, in den Raum zu bauen oder auf die Bühne zu bringen. Grundannahme ist, dass jede Form der Verortung und Verzeitlichung einer (Ideal-)Vorstellung von Gemeinschaft und Gesellschaft Modelle erstellt und Szenarien entwirft, die einen konkreten Ort und eine konkrete Form brauchen. Mit jeweils unterschiedlichen Funktionen sind Modelle und Szenarien in der Geschichte und Gegenwart des Design, der Architektur, der Kunst, der Literatur und im Film zu finden.

Das komplette Programm des Werkleitz-Jubiläumsfestival 2013 finden Sie unter http://werkleitz.de/utopien

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Publiziert am 30.9.2013